Meine Geschichten
Ich begrüsse auch die Menschen aus der Ukraine und der Russischen Förderation und wünsche beiden Ländern viel Kraft zu einer friedlichen Lösung ihrer Probleme. Macht Eure Fenster weit auf, das man die Schönheiten beider Nationen noch lange bestaunen kann. Ihre Carmen

Love Story
Weit ist der Weg nach St. Petersburg von Carmen Krautwurst


Es klingelte zur 6. Stunde. Kai Brandner wischte sich eine Haarsträhne aus seinem Gesicht und dachte endlich Weihnachtsferien . Sein Blick richtete sich noch einmal auf die große Landkarte von Deutschland,dann seufzte er ein wenig. Er hatte heute seine letzte Georaphiestunde. Hallo jemand zu Hause. Ach Lena,was heißt hier ach. Bist wohl schon im Urlaub. Ja auf Gran Canaria und schaute seine Kollegin Lena etwas verlegen an. Er mochte ihre kleinen Grübchen wenn sie lachte. Dann wickelte etwas ungeschickt seine große Karte zusammen. Soll ich dir helfen,Meister der Geographie. Bist wohl etwas genervt. So ist es. Ich kann jetzt eine schwarzen Kaffee vertragen-und frische Luft. Drausen regnete es in Strömen,und ihm war gar nicht so weihnachtlich zu mute, wie seit Jahren auch nicht mehr. Das einzige was ihn den Tag versüßte war seine Kollegin Lena Kolakowskaja. Sie war Russin, eine kleine zierliche Person, mit energischer Stimme, aber eine warmherzige Person. Heute hatte sie wieder so ein zauberhaftes Kostüm an. Hier iß ein Stück Stollen ,genervter Kollege und lachte verschmitzt. Hast du noch etwas großes vor Lena. Ja einkaufen du weist ja vor den Feirtagen. Ich will nach Hause zu Väterchen Frost. Was wollest du mich noch fragen. Wieso ,ich kenne doch deinen fragenden Blick. Du kannst wohl hell sehen. Das können Frauen doch immer. Also lass es raus. Ich wollte mit dir einen Kaffee trinken gehen ,na da hast du aber Glück ich habe nämlich keinen mehr zu Hause. Sollte das etwa eine Einladung gewesen sein? Kai wischete sich wieder eine Strähne aus dem Gesicht. Hoffentlich hat sie nicht gemerkt das ich auf sie mag Wenn du noch lange so rumstehst,wird das aber heute nicht's mehr . Oh entschuldige. Welcher war nochmal dein Mantel ? Was für eine blöde Frage er wusste es ja sowieso. Mit etwas ungeschickten Bewegungen half er ihr in den Mantel.
Kai sortierte noch die letzten Kuchenkrümel auf seine Teller. Das Kerzenlicht spiegelte sich in Lenas schwarze Augen als ob sie brannten. Sag mal Herr Kollege, was machst du eigentlich Weihnachten? Na ich glaube ich brauche dich nicht weiter fragen. In Richtung Süden mit Badehose und Taucherbrille. Ich weis Lena das du es nicht verstehe kannst,an Weihnachten mit südländischer Musik. Vielleicht ist es nur ein entrinnen vor der Warheit. Welcher Warheit,die vor Stiller Nacht ,Heiliger Nacht. Du weist ich mache mir nicht viel daraus. Weil du es nich anders kennst. Wir beide sind warscheinlich zu verschieden. So verschieden sind wir gar nicht.Du weist es nur noch nicht. Das verstehe ich nicht Lena. Du wirst es noch verstehen. Wenn ich mir vorstelle ich im kalten Russland läuft es mir eiskalt den Rüchen runter,wo ich das Südliche so liebe . Was liebst du daran? Er schaute aus dem Fenster und schwieg. Er kam erst wieder zu sich ,als die Tür der Gaststädte aufging und der Lärm der Strassen ihn wieder einholte . Lena trank den Rest ihres kalten Kaffees. Also dann wünsche ich dir frohe Weihnachten ,ich dir auch. Auf einmal lag ein kalter Schauder auf seinem Rücken und eine endlose Leere überkam Kai. Er zog seine Rolli noch weiter nach oben und lief schnellen Schrittes nach Hause.
Lena suchte aufgeregt in ihrer Handtasche und konnte ihren Reisepass nicht finden. In zwei Stunden ging ihr Flieger nach St.Petersburg zu ihren Eltern. Und wie in Fluhäfen so üblich die Ansagen der Abflüge in viele Länder. Passagiere machen sich bereit zum Abflug 14.03 nach Gran Canaria .Fast ganz hinten in der 2.Reihe stand Kai. Er hatte noch etwas Zeit und ging ineiner der kleinen Geschäfte im Flughafen. In einer Ecke stehend rempelte ihn jemand an-passen sie doch auf. Das gibt es doch gar nicht Lena. Das glaube ich jetzt nicht und sie lächelte schelmig. Sie dachte so, Kai wenn du wüsstest. Was meinst du wir, haben noch etwas Zeit vor dem Abflug. Sag aber jetzt nicht Kaffee trinken. Doch sonst wären wir ja nicht in Sachsen. Etwas überraschend fing Lena zu erzählen an. Von ihrer Heimat und ihren Eltern. Kai komm mit mir nach St .Petersburg. Der total überraschte Kai war etwas aus der Fassung gekommen und stammelte .Ich habe doch nur Sommerklamotten. Das geht doch gar nicht. Ich kann doch nicht. Doch du kannst-noch umbuchen. Aber Lena. Was willst du allein auf Gran Canaria. Lerne mich kennen ,die russische Seele,das wolltest du doch immer. Ja ich...,Dann gingen beide noch in die Stadt und Kai kaufte sich eine Schapka und Wintersachen.

Lena fing laut zu lachen an. Jetzt bist du ein Russki Mann auch Kai konnte sich ein lächeln nicht verkneifen. Beide gingen Arm in Arm in Richtung Taxi und dann schnell zum Flughafen.
Kalter Wind blies ihnen in das Gesicht. Es waren geschätzte 15 Grad Minus. Kai stockte der Atem,aber nicht vor Kälte. Ich bin überrascht Lena,das hatte ich nicht erwartet. Er war so überwältigt von der Schönheit dieser Stadt. Das staunst du nicht schlecht, mein Russki Mann .Aber wir werden uns nicht hier lange aufhalten. Wieso wir sind doch gerade erst angekommen. Ja, aber meine Eltern wohnen nicht direkt in der Stadt sondern in einem kleinen Ort in der Taiga. In der Taiga,und schaute Lena etwas misstrauisch an ...Dort steht schon unser Bus. Ja aber ,nicht aber. Komm sonst müssen wir noch im Hotel übernachten. Die Busse fahren nicht so oft. Weist du Lena ich kann mich nicht satt sehen. Du brauchst nicht traurig sein,wir holen den Besuch noch nach, mit Troika in die große Stadt. Das ist ja wie im Märchen.

Beide waren schon etwas müde von der langen Reise. Sag mal Lena,du hattest gesagt wir sind gleich da. Nur wusste er nicht das 10 min im Gefühl eines Russen schon mal zwei Stunden sein können. Also eine Ewigkeit für einen Deutschen. Ich mag ja den Winter nich so,aber das hier. Diese endlose Weite der Taiga überwältigte auch einen Kai Brandner. Es war schon Abend. Das Licht eines kleinen blau angestrichenen Holz Hauses brach sich auf den weißen Schnee. Da kamen ihnen auch schon die Eltern von Lena entgegen. Ich habe Euch noch jemanden mitgebracht. Beide kamen freudestrahlend auf Kai zu. Und wie es der russischen Gastfreundschaft gebührt verlief diese sehr herzlich. Kommt rein ihr seid ja schon ganz durchgefroren. Wir feiern ja heute Heilig Abend,denn so ganz russisch waren ja Lenas Eltern nicht. Da gibt es ja das Neujahrsfest Väterchen Frost. Lenas Eltern meinten schon ganz aufgeregt. Wir feiern heute nicht zu Hause sondern im Gemeindehaus. Fast das ganze Dorf war anwesend und traten dem deutschen Gast freudig entgegen. Soviel Gastfreundschaft hatte Kai lange nicht erlebt.

He mein Söhnchen,meinte Opa Kowalsky, mit verschmitzten Gesichtsausdruck. Du morgen mit uns Eisbaden.
Das Gesicht von Kai muss gar so komisch ausgesehen haben. Denn ganze Dorf lachte. Keine Angst mein Freund. Du Flasche Wodka, nichts merken von Kälte und das Gelächter schallte über die endlose Weite der Taiga.
Beide lagen in den mit Fellen ausgekleideten alten Betten, und nur ab und zu war das Knacken des Eises eines See's zu hören. Sag mal Lenalein, wieso kam Opa Kowalsky, darauf das ich mit zum Eisbaden soll. Das habe ich wohl dir zu verdanken. Ich kenne doch deinen verschmitzten Gesichtsausdruck, den du wohl von deinem Großvater geerbt hast. Ja kann sein, schau mal aus dem Fenster. In einem Wasserfass ,schon eingefroren schaute seine Taucherbrille mit samt Schnorchel herraus und auf der alten Wäscheleine hing seine Badehose . So na warte du kleines...Was jetzt kam könnt ihr euch ja denken. Opa Kowalski kam noch mit einem Eimer roter Farbe an und schlich an die Schlafkammer der Beiden.Er malte ein Herz darauf und kicherte. Das entging aber seiner Babuschka nicht. Was machst du denn da. Dawei dawei ,Mütterchen wollen wir noch einen Wodka, wir zwei. Ich gebe dir gleich Wodka. Ab in's Bett. Auch gut mein Täubchen und untersteh dich. Dann ging das Licht aus ,in dem kleinen Haus. Man hörte nur noch den Wind rauschen. Er sang das Lied von der ewigen Taiga.
Ich verzichte auf Dialogzeichen.

Wer kennt diese schöne Melodie nicht
Doktor Schiwago:
Weißt du wohin
die Träume all' entflieh'n? 
die unerfüllt
an mir vorüber zieh'n?
Weißt du wohin
mein Herz auf Reisen geht?
Wenn immerzu
es sich nach Liebe sehnt?
zu dir
denn da nur will ich sein
zu dir
aber ich bin allein.
Sag mirwarum es geschieht
daßalles so schnell entflieht.
Gestern begonnen
heute zeronnen
was wir geträumt
was wir geträumt
Weißt du wohin
die Träume all" entflienh?
die unerfüllt
an mir vorüber ziehn?
Träume lass nie zu ende geh'n
so lang bis wir uns wieder seh'n.
Für dich allein
blüht dann der Sonnenschein

